Die Römerstrasse des Elsass lädt dazu ein, einen wichtigen Aspekt des regionalen Erbes zu entdecken. Von Wissembourg über das Massiv der Vogesen und die Rheinebene nach Feldbach. Dieser Touristen- und Kulturparcours umfasst mehr als 120 Stätten, von den prunkvollsten bis zu den schlichtesten. Als greifbare Spuren dieser Vergangenheit wechseln sich Kirchen, Klöster und Burgen aus dem 11. Jh. bis zum Beginn des 13. Jh. ab. Diese Bauwerke zeugen von der Entwicklung der regionalen, romanischen Kunst ihren archaischen Formen bis zum Eintritt der Gotik.
Die ersten elsässischen, romanischen Kirchen des 11. Jh. kennzeichnen sich durch ihre Dächer mit Balkenwerk, das System des Gewölbes war den Apsen und Krypten vorbehalten.
Zwei Modelle zeichnen sich ab :
- Der zentrierte Plan wurde in Erinnerung der Kirche von Aachen gebaut.
- Der Basilikenplan mit 3 Schiffen.
Das Elsass bereichert sich mit zahlreichen Einflüssen, insbesondere der Lombardei und des Burgunds. Zwischen 1180 und 1230 verwendet die elsässische, romanische Kunst neue Techniken wie der gebrochene Bogen und Spitzbogen, behält jedoch ihre Vorliebe für schlichte und klar abgezeichnete Linien bei.
Im Tal sind die Kirchen von Sigolsheim und Kaysersberg perfekte Beispiele dafür.
Die Kirche Saint-Pierre-et-Paul von Sigolsheim wurde nach den Kämpfen im Winter 1944/45 umfangreich renoviert.
1837 wurde das Schiff um mehr als 11 Meter verlängert. Der Dekor des Portals erinnert an die Übergabe der Schlüssel und des Buchs an Peter und Paul.
Ein Konflikt zwischen Friedrich II. von Hohenstaufen und dem Herzog von Lothringen führt zum Bau der Festungsmauern von Kaysersberg in 1227. Der Bau der Kirche Sainte Croix stammt aus derselben Epoche. Die Krönung der Jungfrau stellt das Hauptthema des Tympan dar. Im Gegensatz zur traditionellen Art, sitzt die Jungfrau links von Christus, in Gegenwart der Erzengel Michael und Gabriel.
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