Version für sehgeschädigte Person
 
Die Größe der Charaktere erhöhenDie Größe der Charaktere vermindernzu druckenPDF VersionPlan des Gebiets
cliquez pour agrandir l'image

cliquez pour agrandir l'image

cliquez pour agrandir l'image

Religionserbe im Kaysersberger Tal


Der Stein, Zeuge der Vergangenheit…

Der Stein wird hier seit jeher bearbeitet. Eine Folge von Burgen zeugen von der strategischen Bedeutung des Tals, wie jene von Labaroche aus dem 11. Jahrhundert und jene von Katzenthal und Kaysersberg aus dem 13. Jahrhundert.

Die Städte mit einer sehr unabhängigen Haltung im Elsass festigen sich, während die mächtigen Kirchenorden Klöster und Kapellen bauen, wie jenes von Kientzheim, Notre Dame des Pleurs, und das Kloster Marie- Médiatrice in Sigolsheim. Selbst der Winzer errichtet geduldig seine Mauern auf den Hängen und schnitzt kunstvolle Wegkreuze. Die Steinmauern stützen die Höhenunterschiede von oben nach unten und an den Seiten. Sie stellen ebenfalls die seitlichen Grenzen zwischen den Parzellen dar. Diese Mauern sind wertvolle kleine, ländliche Denkmale, die es zu erhalten gilt, teilweise mit hunderten engen Treppen, oder einem Portal das aus zwei Megalithen hergestellt ist. Man findet diese ebenfalls außerhalb der Weinberge in den Wiesen und Wäldern, genauso fachmännisch erbaut.

Die Kruzifixe…

In allen Traditionen hat man an den Wegkreuzungen Obelisken, Altare, Gedenksteine oder Opfergaben aufgestellt und im Tal findet man in Wegbiegungen, Kreuzungen oder auf einem Pass Kruzifixe, Schätze der Volkskunst, welche die Erscheinungsorte des Herrn und Offenbarungen symbolisieren. Hier drei von vielen anderen :

  • Das Kruzifix am Coq Hardi, zwischen Lapoutroie und Le Bonhomme. Das monolithische Werk, das in rosa Sandstein gehauen ist, stammt aus dem Jahr 1755. Es stellt oben einen gelockten Engelskopf mit einem runden Gesicht und offenem Mund und mit Flügeln dar, sowie unten die die Jungfrau und den Hl. Johannes, an der Seite des Christ am Kreuz.
  • Aber auch jenes des Col de Bermont der Art Bildstock, eines der ältesten des Tals, das anscheinend aus dem 16. Jh. stammt. Es wacht über den Pass, Übergang von einem Tal ins andere. Sein Sockel ist sehr tief und man erzählt, dass das Kruzifix an der Stelle eines bereits bestehenden Denkmals errichtet wurde, das dem galloromanischen Gott Belenos gewidmet war, der Merkur, dem römischen Gott der Diebe und Reisenden entspricht. Nicht weit von hier bestehen noch Überreste der Römerstraße, der Ort soll früher « Monts de Belenos » genannt worden sein, was in weiter Folge zu Belmont und schließlich Bermont wurde.
  • Schließlich jenes des Col de Chamont, am Kreuzungspunkt von 4 Wegen, an der Grenze zwischen Fréland und Lapoutroie. Heute ist der Weg von Büschen und Dornen verwachsen und nicht mehr begehbar. Der Christ ist ganz klein und abgenutzt in der Nähe eines Kirschbaums, kehrt dem Weg den Rücken und wacht über das unten liegende Tal.

Einem Freund empfehlen| Zeugenberichte| Gesetzliche Hinweise