Den genauen Ursprung des Wortes kennt man nicht. Einige nehmen an, dass es in die Zeit des unabhängigen Galliens und auf den Stamm der des Volques, Volcas auf Lateinisch, zurückgeht. Andere sprechen von den Kelten, die Gallien bevölkerten und die sich in ihrer Sprache Walsch genannt haben sollen. Im 18. Jahrhundert wurde das Wort Velche verwendet, um die Grausamkeit, Flegelhaftigkeit, das Unwissen und fehlenden romanischen Geschmack zu bezeichnen. Voltaire war einer der ersten, der es verwendete.
Das Littré aus 1874 bietet für Velche folgende Erklärung: Name, den die Deutschen den Franzosen und Italienern geben. Unwissender und abergläubischer Mensch.
Der Larousse von 1876 bietet hingegen : aus dem englischen Welch, Gallier ; Name eines früheren keltischen Volkes. Ein Jahrhundert später, Name den die Deutschen oft verächtlich verwenden, um alles zu bezeichnen, was fremd ist.
Für die Elsässer sind die Welches Protestler, die als Opposition zum alemannischen Dialekt eine romanische Sprache sprechen.
Das Welche - Eine Sprache
Auf den Anhöhen kann man noch einen romanischen Dialekt hören, dies ist jedoch nicht mehr der Fall, wenn man nach Kaysersberg absteigt: In den Marktflecken herrscht der germanische Dialekt. Er soll von den durchreisenden Legionären und Händlern mitgebracht worden sein, die über die Römerstraße zogen. Dieser
Dialekt, der sich im Laufe der Jahrhunderte verwandelte, soll immer in der Region geblieben sein. Man könnte dies aus einigen Flurnamen wie Kermodé (im niederbretonnischen Dialekt « Haus »), Kébespré, Brézouard (wunderbares Gebirge) hören, wenn nicht die Namen germanischen Ursprungs diese Vermutungen durcheinander bringen würden, wie z.B. Altenbach (alter Bach) oder Barischire (Bergscheune).
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